Kurzprofil
Der Tiefbrunnen I und die dazugehörige Technik in der Flurstraße wurden neu gebohrt bzw. umfassend saniert, um die Trinkwasserversorgung der Gemeinde langfristig abzusichern. Parallel wurde die Sanierung des Hochbehälters Leuzenberg begonnen und technisch auf einen modernen, fernüberwachbaren Betrieb umgestellt. Sicherheit im Fokus: Eine Notversorgungsleitung zwischen Wasserhaus und Rannaleitung wurde nutzbar erhalten. Diese war als Übergangsmaßnahme eingerichtet und ist nun für einen eventuellen Notbetrieb nutzbar.
Neubohrung Tiefbrunnen I (Flurstraße)
Der Brunnen besitzt eine Tiefe von rund 100 Metern. Im Rahmen der Maßnahme erfolgte die vollständige Erneuerung des Brunnenschachtes, der Pumpentechnik sowie der Mess-, Steuer- und Regeltechnik, um einen zuverlässigen und effizienten Betrieb sicherzustellen.
Bauablauf & Versorgungssicherheit
Für die Arbeiten waren erhebliche Erdarbeiten notwendig: Insgesamt wurden rund 5.000 m³ Erdmaterial bewegt.
Eine zentrale Herausforderung war die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung während der Bauzeit.
Um auch in verbrauchsstarken Sommermonaten eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, wurde eine provisorische Leitung
an die Rannaleitung der N-Ergie Nürnberg angeschlossen. Erst nach Herstellung dieser Übergangsversorgung konnte mit dem
Abbruch des alten Brunnenschachtes begonnen und der Weg für die Neubohrung freigemacht werden.
Notversorgungsleitung zwischen Wasserhaus und Rannaleitung wurde nutzbar erhalten. Diese war als Übergangsmaßnahme eingerichtet und ist nun für einen eventuellen Notbetrieb nutzbar.
Nach Abschluss der Neubohrung wurde der neue Brunnen wieder an das Wasserwerk angeschlossen. Abschließend erfolgte die
Renaturierung des betroffenen Geländes.
Kosten & Förderung
Die Gesamtkosten der Maßnahme am Tiefbrunnen I belaufen sich auf rund 950.000 €. Davon werden etwa 575.000 € über das Förderprogramm RZWas bezuschusst. Mit der Sanierung wurde die technische Betriebssicherheit deutlich erhöht und die Leistungsfähigkeit des Brunnens nachhaltig gesichert.
Sanierung Hochbehälter Leuzenberg
Parallel dazu wurde mit der Sanierung des Hochbehälters Leuzenberg begonnen.
In einem ersten Schritt wurde die komplette Verrohrung im Hochbehälter durch langlebige Edelstahlleitungen ersetzt.
Darüber hinaus erfolgte die Anbindung an das Stromnetz sowie an das Glasfasernetz.
Der Hochbehälter ist nun in die zentrale Steuerung im Wasserhaus eingebunden und kann fernüberwacht und gesteuert werden.
Die bisher angefallenen Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 98.000 €.
Fazit
Mit der Neubohrung und technischen Erneuerung des Tiefbrunnens I sowie den Modernisierungsschritten am Hochbehälter Leuzenberg wurde die Wasserversorgung infrastrukturell und betrieblich deutlich gestärkt. Die Maßnahmen erhöhen die Versorgungssicherheit, verbessern die Betriebskontrolle (Fernüberwachung) und sichern die Leistungsfähigkeit der Anlagen langfristig.